Die älteste Schaffhauser Bank hat am Freitag die Zwischenbilanz der ersten sechs Monate publiziert. Die Zahlen, die unter interimistischer Führung zustande kamen, lesen sich gut.
Von Kay Fehr

Noch ist es nicht Hannes Leu, der für die Geschicke der Ersparniskasse Schaffhausen verantwortlich zeichnet. Der Finanzchef von IVF Hartmann wird das Amt als Bank-CEO spätestens am 1. Januar 2027 übernehmen. Die Verantwortung für die jetzt verkündeten Halbjahresergebnisse der Regionalbank liegt deshalb noch bei Interimschef Claudio Steffenoni.
Besagtes Zwischenresultat darf als erfreulich bezeichnet werden, fast alle Kennzahlen zeigen in der Tendenz nach oben. So erhöhte sich die Bilanzsumme seit Jahresbeginn um 2,2 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Franken, die Kundeneinlagen stiegen um 1,9 Prozent auf 713 Millionen Franken und die Hypothekarforderungen konnten um 3,7 Prozent auf 914 Millionen Franken zulegen. Über 50 Familien wurden in diesen sechs Monaten dabei begleitet, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen, schreibt die Bank in einer Medienmitteilung.
Am stärksten wuchs das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, es resultierte ein Plus von 12,9 Prozent auf 2,3 Millionen Franken. Die Ersparniskasse schreibt, dass immer mehr Menschen ihre Anlagen bei ihr tätigen. Gleichzeitig stieg der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft um 4 Prozent auf rund 4,8 Millionen Franken.
Weniger Aufwand, mehr Ertrag
Während der Personalaufwand trotz leicht gestiegenem Bestand stabil gehalten werden konnte, nahm der Sachaufwand um 2,9 Prozent ab. Insgesamt führte das zu einem Geschäftserfolg von 2,1 Millionen Franken, plus 2,8 Prozent. Der Halbjahresgewinn beträgt 1,4 Millionen Franken, plus 3,9 Prozent.
Die Ersparniskasse blickt zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte und die kommende Führungsübergabe, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Zentrum stünden dabei weiterhin die langfristige Ausrichtung der Bank sowie ihre finanzielle Stabilität.